Sonntag, 8. Januar 2012

UMS - United Medical Sytems

Quelle: Morningstar.com
Natürlich schaue ich mich auch 2012 nach interessanten ValueAktien um. Auf meiner Liste stehen bevorzugt kleine bis mittlere deutsche Unternehmen, die eine, wie Buffett es sagt, Moat haben. Bei meiner Suche bin ich auf ein Unternehmen gestoßen, welches sehr interessant aussah. 

Zum Unternehmen:
Die UMS AG ist ein Anbieter von Versorgungsdienstleistungen im High-Tech Medizin Markt.
Die angebotene Produktpalette geht von der Urologie bis zur Radiologie.
Stockholder: UMS - gieristgut.com

Positiv ist neber der kleinen Marktkapitalisierung von rund 30 Mio. € die Aktionärsverteilung. Hier ist zu sehen, dass Vorstand + Aufsichtsrat 18,6% der Aktien halten. Sie haben folglich ein Interesse daran nicht nur sich in die Tasche zu wirtschaften, sondern langfristige Werte zu schaffen. Weiter positiv sehe ich den 2. größten Anteilseigner Thomas Matzen. Zu ihm habe ich einiges gelesen (durch die Google-Suche) unter anderem das hier - Thomas Matzen.
Ich denke, dass Matzen ein sehr shareholder-freundlicher Anteilseigner ist und aus diesem Grunde ebenfalls den Unternehmenswert langfristig steigern will! Matzen sitzt ebenfalls im Aufsichtsrat der UMS AG.

Die UMS AG ist die Konzernmutter und hält viele Beteiligungen an Tochterunternehmen- weltweit. Unter anderem sind Tochterunternehmen in Kanada, USA, Chile & Ecuador.

Der Konzernabschluss ist hier zu finden.

Kommen wir zu den harten Fakten:
KGV: 3,2, wobei der 5 Jahresschnitt 8 ist!
KBV: 1,4
Bruttomarge: 47,36%
Dividende: 0,37€ ( die letzte Dividende )
Eigenkapitalrendite: 11,73%
Gesamtkapitalrendite: 11,73%
Vermögensrendite: 7,67%
EK-Quote: 53, 94%
Marktkapitalisierung: 29,9 Mio. €
EBIT-Marge: 30,38%
F-Score: 9

Was negativ auffällt, ist die Tatsache das der Umsatz 2004 von knapp 59 Mio. € auf 2005 39 Mio. € gefallen ist. Das ist ein Umsatzrückgang von knapp 34%.
Zwar erholt sich der Umsatz wieder, und es ist von einer Konsolidierung des Geschäftsbetriebes auszugehen, jedoch sollte das auch erwähnt werden, um sich ein Bild der UMS AG zu machen!








Ausblick:
Aufgrund des demographischen Wandels, vor allem in den Industriestaaten, werden Player wie die UMS AG immer wichtiger. Aus diesem Grund und wegen den guten Kennzahlen + der schlechten Bewertung ist dieses Unternehmen für mich ein Kauf!


Viele Grüße, hys

Kommentare:

  1. nix für ungut, aber das KGV liegt etwa bei 11-12 für 2011 und wird 2012 wohl auch nur geringfühig auf 10 sinken.
    Und Matzen als Shareholder freundlich zu bezeichnen, muss für die Aktionäre der letzten Jahre wie Hohn klingen. Ständige Verfehlungen der Erwartungen, kaum Substanzsteigerung in all den Jahren, kaum Dividenden und das alles trotz gutem Marktumfeld.

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  2. Ähhh?!

    Also beim KGV komm ich nicht auf dein Ergebnis. Aber ich denke, ich weiß wie du es gerechnet hast und (sollte ich da beim schnellen durchblicken des GB 2010 nicht was überlesen haben) muss ich eine kleine Warnung abschicken: es stimmt so nicht!

    GB 2010: Anhang, Seite 90.
    Nicht der "gesamte Gewinn gehört den Aktionären"!

    Von den 9.953 Konzernergebnis gehen nur 3.126 an die Anteilseigner (also an dich).

    Bei 5.326 ausstehenden Shares, ergibt das ein EPS 2010 von EUR 0,59 und ein KGV von rund 9-10.

    UMS ist, soweit ich das erblicken konnte "hauptsächlich ein US Unternehmen"!

    Für mich KEIN KAUF(KGV scheint zwar trotzdem nicht teuer, hab aber auch kein dcf durchgeführt und ein bargain sieht für mich auf den ersten Blick anders aus), da...
    - geringe EK-Rendite bzw ROC
    - ich verstehe das Geschäft nicht so ganz (müsste ich mich zugegeben mehr damit beschäftigen)
    - moat?
    - es ist irgendein Konzern der in den USA operiert und Dinge verkauft, die ich nicht kenne

    Ich würds nicht kaufen bzw sehe ich hier (ohne das näher als überblicksmäßig geprüft zu haben) keine massive Unterbewertung und keine MoS.

    LG Lukas
    www.anleitung-zum-reichtum.com

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  3. Das sieht auf den ersten Blick recht interessant aus - allerdings gefallen mir die Umsatzzahlen gar nicht, denn nach dem Absturz von 2004 auf 2005 hat es weitere 5 Jahre gebraucht, um den deutlich reduzierten 2005er Umsatz wieder zu erreichen. Hier sollte man sich genauer informieren, woher der Einbruch kam (Verkauf/Aufgabe eines Geschäftsbereichs?) und weshalb dann so viele Jahre der Umsatz stagnierte (positiv ausgedrückt). Immerhin handelt es sich bei medizinischen Dienstleistungen ja um einen konjunkturresistenten Geschäftsbereich. Die übrigen Kennzahlen sehen jedenfalls vielversprechend aus.

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  4. Hallo,
    erstmal freue ich mich über die Kommentare.
    @ Anonym
    - zum KGV komme ich noch
    - Ständige Verfehlungen der Erwartungen
    -> die Erwartungen gibt der operative Teil der Firma vor. Mit denen hat Matzen erstmal nichts zu tun
    - kaum Substanzsteigerung in all den Jahren
    -> die EK-Quote steigt wie du dem Schaubild entnehmen kannst seit 2005 an

    - kaum Dividenden
    -> seit 2009 ist die Dividende von 0,3€ auf 0,5€ gestiegen

    - alles trotz gutem Marktumfeld
    -> das könnte ein ValueStock sein, da er vllt. vom Markt abgestraft wurde, aber trotzdem sehr solide ist!

    Da wie im Schaubild zu sehen ist, war im Jahr 2005 eine größere Konsolidierung und Matzen ist erst seit 2010 an der Firma beteiligt (Jedenfalls entdecke ich keine Unterlagen die mir was anderes sagen!)
    http://www.dgap.de/dgap/static/Companies/?companyId=91&id=1020&page=1&limit=20

    @ Lukas
    wenn man sich nur den Gewinn der AG anschaut komme ich ebenfalls auf einen KGV von 11,5
    Wenn man den Konzernabschluss betrachtet, dann erhält man besagtes KGV. Hier hast du natürlich völlig recht. Immerhin kaufe ich Anteile an der AG und nicht am Konzern.
    Das haben die auf ihrer Seite etwas ungeschickt gemacht.

    - UMS ist, soweit ich das erblicken konnte "hauptsächlich ein US Unternehmen"!
    -> soweit ich das erblicken kann nicht!
    http://www.ums.de/index.php/ums-gruppe.html

    - geringe EK-Rendite bzw ROC
    -> Habe die Renditen im Verhältnis zum KGV gesehen. -> So sieht das natürlich schon wieder anders aus!

    - ich verstehe das Geschäft nicht so ganz (müsste ich mich zugegeben mehr damit beschäftigen)
    -> die vermieten High-Tech Medizin- Geräte. Ist ein m.M.n. sehr interessantes Geschäftsfeld, da es viele Ärzte etc. bei Luqiditätsproblemen entlastet, im Vergleich zum vollständigen Kauf des Geräts.

    - es ist irgendein Konzern der in den USA operiert und Dinge verkauft, die ich nicht kenne
    -> da hast du Recht

    Revision:
    Ich habe nicht zwischen Konzernabschluss und Einzelabschluss unterschieden. Deswegen sind mir die Fehler unterlaufen. Werde die Tage einen nachträglichen Post machen. Danke an Lukas, Michael und Anonym :)

    Viele Grüße, hys

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  5. Ich glaube, Lukas meinte nicht den Unterschied zwischen Konzern und AG, sondern den Umstand, dass das Konzernergebnis zu einem großen Teil Minderheitsaktionären zuzurechnen ist.

    In der GuV 2010:

    Profit for the year: 9953
    Attributable to equity holders of the parent: 3126
    Attributable to non-controlling interests: 6827

    Es gehört also nur ein knappes Drittel des Konzernergebnisses den Aktionären des Mutterkonzerns. Der Rest gehört Minderheitsaktionären von Tochterunternehmen, die nicht zu 100% dem Mutterunternehmen gehören.

    Grüße,
    Stefan

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  6. Allererst: Toll, dass wir hier etwas erörtern können, ohne dass sich jeder gleich auf den Standpunkt stellt "doch Recht zu haben"!

    Zur Thematik: Unternehmen in den USA. Lt Umsatzzahlen aus dem GB 10 wird kaum Kohle in EU gemacht, sondern der Großteil (und zwar beinahe ausschließlich) wird in den Staaten umgesetzt.

    Noch was ist bei einem High-Tech-Unternehmen zu bedenken: Wie alt sind die Produkte, mit denen es Geld verdient? 1, 2, 3, 4 Jahre oder gar mehr? Problematik zB: ich hab bei Sonova (Hörgeräte) nach dem Kurssturz investiert, bin aber mittlerweile wieder raus - ich bin zwar nach wie vor äußerst bullish für die Branche (die Branche!), jedoch macht Sonova 90% der Kohle mit Produkten die nicht älter als 2 Jahre sind (enormer Entwicklungsdruck!). Stell dir vor, der Markt braucht (sollte eine Unterbewertung vorliegen), länger als zwei Jahre um diese zu erkennen und währrenddessen hat der Konzern die Produktpalette veralten lassen?!

    Weiters in der MedBranche eines unbedingt bedenken: Wer sind die Abnehmer (!) und wie finanzieren die die Produkte(!) !!!
    Gibt es einen Großkunden oder viele kleine? Werden die Dinge vom Staat mitfinanziert oder gar gekauft (was sehr häufig der Fall ist!)? Hatte ich auch schon: plötzlich mindert die US-Regierung die Zahlungen für das Medicare Programm und mein Unternehmen musste 50% Gewinneinbruch hinnehmen (*würg*).

    LG Lukas

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  7. @hedgeurstoxx

    "kaum Substanzsteigerung in all den Jahren
    -> die EK-Quote steigt wie du dem Schaubild entnehmen kannst seit 2005 an."

    Und was hat die EK-Quoten-erhöhung mit Substanzsteigerung zu tun? Kann doch auch heißen, das FK ist stärker gesunken als das EK. Trotzdem wäre beides rückläufig. (ob das hier so ist, weiß ich natürlich nicht)

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  8. @Anonym
    die Bilanzsumme ist gestiegen. FK ist gefallen, gleichzeitig ist das EK gestiegen. Klassische Substanzsteigerung...

    @Lukas
    Ja, deine Punkte sind alle völlig korrekt und wie bereits gesagt, habe ich zu vorschnell meine Schlüsse gezogen.
    Ich habe ebenfalls nicht realisiert, dass die den Großteil des Gewinns in den USA machen.

    @Stefan
    das habe ich gemeint. Der Gewinn ist nur zu einem Teil der AG zuzuschreiben. Der Rest gehört dem Konzern.
    Das niedrige KGV hat mich veranlaßt über das Unternehmen zu schreiben.


    Da war ich eindeutig zu voreilig. Aber freut mich, dass ich zurecht gewiesen werde, wenn ich "bullshit" schreibe :D

    Viele Grüße, hys

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  9. Etwas klugscheißen ...
    Warren Buffett sagte oft: “Ich könnte dein finanziellen Erfolg einfach erhöhen, indem ich dir eine Lochkarte gebe die nur 20 Marken hat – Diese repräsentieret alle Investments die du in deinem Leben machen kannst. Sobald du alle Marke ausgestochen hast, kannst du überhaupt keine Investitionen mehr tätigen.
    Unter solchen Gegebenheiten würdest du sehr sorgfältig darüber nachdenken was du tust und in was du investierst. Und allein deshalb würde sich dein Ergebnis verbessern.

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  10. Hallo hys,

    das mit der AG und dem Konzern hast du - glaube ich - immernoch nicht ganz verstanden (oder drückst dich falsch aus).

    Der Einzelabschluss ist (bis auf steuer- und dividendentechnische Dinge) irrelevant für dich als Investor. Im Konzernabschluss werden aber alle Töchter der AG konsolidiert, sofern die AG einen beherrschenden Einfluss hat. Dieser beherrschende Einfluss kann schon ab 30% vorliegen, d.h. du konsolidierst eine Tochter _voll_, obwohl dir nur 30% der Gewinne wirklich zustehen. Um diesen Effekt auszugeleichen, wird dann am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung diese Minderheiten (die restlichen 70%) wieder abgezogen.

    Hoffe das bringt etwas Klarheit.

    BG
    Stairway

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  11. Hallo Stairway,

    vielen Dank für den hilfreichen Kommentar. Habe meinen Fehler inzwischen selbst entdeckt, aber die Kommentare waren alle sehr, sehr hilfreich.


    Grüße, hys

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