Donnerstag, 3. November 2011

Marc Faber - der Schwarzmaler?!

Die Tage habe ich ein Interview von Marc Faber gelesen. In diesem Interview sagt er, dass die EZB etc. sich an der FED orientieren werden. Ganz einfach aus dem Grund, weil keine Notenbank eine zu starke Währung will.
Der Dollar verliert an Wert, je mehr Geld, durch die FED, gedruckt wird. Um das auszugleichen werden EZB, BoE, BoJ usw. ihr Geld weiter abwerten müssen, damit der Gap zum Dollar nicht zu groß wird und die Export- Wirtschaft anfängt zu lahmen. Die einzige Möglichkeit Geld in diesem Größenausmaß abzuwerten ist durch Geld drucken.

Die Folge ist: Da immer mehr Geld im Umlauf ist, und alle Notenbanken mit der FED gleichziehen wollen, steigt die Inflation unweigerlich.
Den hoch verschuldeten westlichen Ländern wäre das ein Geschenk (in einer Inflation werden Schulden weniger Wert). Das wissen die Notenbanken auch!

Aktuell ist die OFFIZIELLE Inflation in den USA bei knapp 4%. Wenn man sich die Daten der vergangenen 10 Jahre anschaut, dann kann man behaupten, dass die Inflation saisonbereinigt auf einem normalen Stand ist. Dies ist aber eine Farce, da es diese fiskalpolitischen Tendenzen, wie wir sie gerade sehen, in den USA vor 10 Jahren noch nicht gab.

Derzeit wird offen über ein QE3 gesprochen. Das ist ein Indiz dafür, dass weitere Maßnahmen der FED kommen werden.

€ / $ 03.11.11 - handelsblatt.de

£ / € 3.11.2011 - handelsblatt.de


Zu Marc Faber:
Faber gilt als pessimistischer Börsen- Guru, der die letzten 5 großen Börsencrash vorausgesehen hat. Aus diesem Grund wird er auch Dr.Doom genannt. Sein Börsenbrief "Gloom Doom & Boom Reports" erfreut sich großer Beliebtheit.

Den Kult um Faber kann man verstehen, oder auch nicht.
Wichtig ist nur, wie seine aktuelle Einschätzung ist und mit dieser hat er in meinen Augen recht.



Grüße,

hys

1 Kommentar:

  1. Ich lese und höre Faber sehr gerne, aber seine Ansichten teilen kann ich nur bedingt.

    Er geht permanent vom Weltuntergang aus und wenn wir ehrlich sind und 1 + 1 zusammenrechnen, ist es ein Leichtes mit der heraufbeschworenen Krise Recht zu behalten.

    Die Weltwirschtaft schlittert einfach permanent in Krisen und steht fortwährend - wenn nicht gerade in der Krise - rießigen unlösbar scheinenden Problemen gegenüber.

    Dem zum Trotz siehe:
    Dow Jones 1899: 66 Punkte
    Dow Jones 2011: 12.000+ Punkte
    dazwischen: zwei Weltkriege, x andere Kriege, Ölschocks, x Währungsreformen, Inflation, Terror, Deflation, hunderte Rezessionen, Staatspleiten, Wirtschaftskrisen im Jahrhundertformat, etc.

    "Wenn ich jeden Tag schlechtes Wetter vorhersehe, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich richtig liege."

    Weiters scheint Faber etwas gegen Bernanke zu haben - warum auch immer. Er scheint ihn für die Gelddruckerei zu verurteilen, fährt aber selbst voll im Sinne von "dont fight the fed" diese Schiene mit, indem er Gold kauft (und es jedem empfiehlt). Das Bernanke aber mMn alles richtig macht und versucht uns alle ganz "smooth" aus der Schuldenlast hinauszuinflationieren hat Faber noch nie bedacht - er will Doom und Weltuntergang - das ist sein Spiel.

    Wie sagte es einst Kostolany sinngemäß: ob ein Spekulant gut oder schlecht spekuliert hat, können nur seine Erben beurteilen. Angesichts der eher sehr mageren Ergebnisse des Hr Faber, wird er für mich immer mehr ein Kontraindikator... ein Kontraindikator der jeden Tag die gleiche Meinung hat "alle sind pleite, die USA sind pleite, Europa ist pleite, China fährt gegen die Wand, etc... und sinngemäß geht die Welt unter".

    Auf lange Sicht sind wir alle tot - aber deswegen jeden Tag drinnen verkriechen und drauf warten?

    LG Lukas

    www.anleitung-zum-reichtum.com

    AntwortenLöschen

Kommentare sind immer willkommen, wenn du jedoch versuchts Backlinks zu erzeugen, dann lösche ich deine Kommentar - egal wie gut er ist - sofort!