Sonntag, 3. Juli 2011

Value- Aktien finden!

Viele Fragen sich, wie man einen Value- Wert findet. In der Presse werden diese in der Regel nicht diskutiert und berühmt sind solche Aktien auch nicht. Aber, dass das ein riesen Vorteil ist weiß kaum jemand. Die Analysten beschäftigen sich nicht mit vermeintlichen Value- Werten, sondern lieber populären Aktien, denn eines sollte man nicht vergessen: Der Großteil der Analysten- Meinungen, die man so liest, sind von Analysten, die für die Broker arbeiten und die verdienen Geld, sobald Umsatz generiert wird!

Ich habe mir einige Gedanken zum Thema "Den geeigneten Value- Wert finden" gemacht und bin auf folgende Punkte gekommen, auf die besonderes Augenmerk gelegt werden sollte.

Die Aktie muss unbedeutend sein, zum Beispiel ein Small- Cap- Wert, ein Spin- Off oder es müssen wenige oder noch besser gar keine Analysten- Berichte vorliegen. An diesen 3 Sachen kann man sich gut orientieren und eine Vorauswahl treffen.

Weiter geht es mit Unternehmen, die niemand mag und deswegen einen niedrigen Kurs haben. Das kann ein finanzielles Problem sein oder ein beinahe Bankrott. Weiter können Unternehmen mit niedrigem Wachstum, niedrigem KGV, sowie niedrigem KBV interessant sein.
Allgemein sollte man nach Branchenproblemen suchen, welche kürzlich aufgetaucht sind. Beispielsweise sind hier Überkapazitäten und regulatorische Bedrohungen relevant.

Sobald man ein interessantes Unternehmen / Aktie gefunden hat geht es an die Bewertung. Hier spielen die Assets, die Ertragskraft eine wichtige Rolle. Natürlich sind die Kennzahlen, die das Unternehmen "produziert" ebenfalls sehr wichtig. An diesen kann man zum Beispiel sofort erkennen, wie rentabel das Unternehmen ist und die Zahlen lassen sich sofoert mit Branchenzahlen und anderen Unternehmen vergleichen.
Wichtige Kennzahlen sind die Gesamtkapitalrentabilität, die Eigenkapitalrentabilität, Vermögensrentabilität, sowie der EBIT.

Bevor man ein Unternehmen / Aktie kauft sollte man all die Gründe für den Kauf nochmal durchgehen und persönliche Wahrnehmungsverzerrungen versuchen zu eliminieren. Obwohl das nicht immer einfach ist, aber es muss sein.
Niemals mit einer Aktie sentimental werden!

Das Risiko- Management ist natürlich auch sehr wichtig und sollte nicht vergessen werden. Ein paar wichtige Punkte sind: Es sollte eine Sicherheitsmarge in den Aktienkurs eingepreist sein. Das ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass wenn man nach so einem Wert sucht, dem Investor nichts mehr passieren kann. Weil der Kurs schon so schlecht ist.
Weiter sollte man Geduld haben. Der Markt wird seinen Fehler, die Unterbewertung des Unternehmens, korrigieren. Vermutlich nicht heute, oder morgen, aber irgendwann in der Zukunft.



Hier nochmal alles zusammengefasst: 
Quelle: cruzfinancialgroup.com
- Der Markt erschafft immer gute Möglichkeiten
- Das Unternehmen sollte obskur sein.
- Das Unternehmen will niemand.
- Die Berwertung stimmt (Kennzahlen)
- Gehe die Notizen noch einmal       durch.
- Suche nach einer Sicherheitsmarge
- Habe Geduld!





Wenn Du auf der Suche nach einem exzellenten Buch über Value- Aktien bist, dann kann ich dieses Buch empfehlen! Werde auch bald eine ausführliche Rezension schreiben!





Viele Grüße,

hedgeyourstoxx

Kommentare:

  1. Die Aktien eines Unternehmens, welches beinahe Pleite gegangen ist, kauft man in der Regel nicht nicht wenn man nach dem Value-Ansatz vorgeht. Auch wenn die Kennzahlen im Branchenvergleich auf eine Unterbewertung hindeuten, heißt es noch lange nicht dass diese Unterbewertung ein "Fehler der Börse" ist.

    Ist das Mangement schuld an der Misere, so spekuliert man auf einen Austausch desselben. Beim Value Trading investiert man aber in ein solides Unternehmen, man spekuliert nicht. Ist der Grund für die Beinahe-Pleite eine übermächtige Konkurenz, ist ebenfalls eine wichtige Regel des Value-Investing missachtet worden: man soll sich auf Unternehmen, welche große Wettbewerbsvorteile oder sogar ein Monopol haben, konzentrieren.

    Im Endeffekt sucht man also nicht nach schlechten Firmen mit niedriger Bewertung, sondern nach guten bis sehr guten Unternehmen welche schlichtweg unterbewertet sind. Ein Beispiel dafür sind ein paar Banken während der Finanzkrise.

    Auch müssen es nicht zwingend Small-Caps sein, große Konzerne können genauso gut unterbewertet im Vergleich zu ihrer wahren Qualität sein. Siehe auch hier Banken während des Crashs 2008/2009.

    Ansonsten aber ein guter Artikel, vor allem der Verweis auf die wichtigen Kennziffern einer Aktie.

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  2. Bei "beinahe pleite- Kanidaten" hast du natürlich recht, dass man hier oft auf eine Auswechslung des Managements spekuliert. Hätte ich erwähnen sollen!

    Der Satz, dass man nach guten Unternehmen sucht, die schlicht unterbewertet sind, fehlt mir natürlich auch. Bei meinem nächhsten Post werde ich das berücksichtigen!

    Natürlich können auch Blue- Chips unterbewertet sein, aber meistens sind sie es nicht. Das Problem bei den "großen Werten" ist, dass einfach zu viele Menschen dem Wert folgen. Auch sind oft zu viele instituionelle Anleger in diesen Werten investiert.


    Viele Grüße!

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  3. Hmm, wenn ich meinen Kommentar nochmal durchlese ist er kritischer als ich es eigentlich wollte. Hoffe du siehst es als Ergänzungsvorschlag und nicht als nörgeln, hatte ja schon bei deinem "Silber ist massiv unterbewertet" Artikel was zu meckern...

    Grüße

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  4. Quatsch, ich bin ja kein zartes Pflänzchen :) Ich freue mich über jede Kritik und fasse das nicht alös meckern auf!

    :)

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